Die 10 besten Meditationsapps im Langzeittest

Daniel Dzienian | 15-12-2020 | 13 min Lesezeit
Du möchtest deine Gedächtnisleistung verbessern, fokussierter, gesünder, schlanker, erholter und kreativer werden? Oder wenigstens deine Gedanken einmal am Tag zur Ruhe bringen? Dann ist Meditation eines der besten Mittel überhaupt, um all diese Dinge zu kombinieren. All diese wunderbaren Effekte der Meditation wurden längst wissenschaftlich bewiesen. Bis heute entdecken Wissenschaftler immer mehr faszinierende Auswirkungen von Meditation auf Körper und Geist. Das Tollste: Du kannst diese Jahrtausende alte Achtsamkeitstechnik sofort in deinen Alltag holen. Dafür brauchst du keinen asketischen Guru, keine tibetischen Klangschalen und keinen eigenen Ashram.

 

Eine gute Meditationsapp ist nur zwei, drei Klicks auf deinem Smartphone von dir entfernt. Aber welche passt am besten zu dir? Die Auswahl ist riesig und wächst ständig weiter. Wir sind deine Machete im Dickicht des digitalen Dschungels und haben zwei Monate lang zehn der beliebtesten Apps für dich getestet. Der Beitrag hilft dir, direkt loszulegen und spart dir hoffentlich sehr viele Probemonate. :-)

Dieser Beitrag enthält übrigens keine Affiliate-Links. Wir verdienen also kein Geld, wenn du eine der Apps abonnierst.

1. Calm – das Rundum-Sorglos-Paket

Die beliebtesten Meditationsapps im Langzeittest: Calm

Sprachen: Deutsch, Englisch

Wir starten mit einem wirklich guten Allrounder unter den Meditationsapps. Calm gibt es schon seit 2012 am Markt. Im Jahr 2017 wurde sie von einer kleinen unbedeutenden Firma namens Apple zur App des Jahres gewählt. ;-)

Kosten: Du kannst Calm sieben Tage kostenlos testen, dann verlängert sich dein Abo um ein Jahr und du zahlst 70 Euro.

Bedienung: Vom ersten Klick an wird Ruhe ausgestrahlt, die Oberfläche der App wirkt mit Naturbildern, Vogelgezwitscher und Wasserrauschen schon einmal sehr beruhigend. Du wirst direkt namentlich begrüßt und erhältst täglich einen neuen Vorschlag für eine „DailyCalm”-Meditation.

Dauer: Calm ist ziemlich abwechslungsreich. Die Länge der Programme variiert stark. Verschiedene Reihen zu Themen wie „Umgang mit Ängsten”, „Selbstachtung” etc. bauen aufeinander auf. Gestartet wird mit drei Minuten, dann geht es in Fünfer-Schritten (also drei, fünf, zehn, 15 Minuten) bis 30 Minuten weiter. Einschlaf-Meditationen mit Gute-Nacht-Geschichten reichen von 20 Minuten bis zu einer Stunde.

Stimme: Es gibt eine männliche und eine weibliche Stimme. Sie sind aber vorgegeben, du kannst also nicht innerhalb einer Meditation wechseln. Die Audioqualität ist hochwertig und das Sprechtempo angenehm.

Diese App ist für dich, wenn:

  • du sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittener bist.
  • du eine gute Mischung aus geführten Meditationen und kuscheligem Klangteppich ohne vorgefertigte Texte mit genügend Freiraum für deine eigene Meditation suchst.
  • du gern Atemübungen praktizierst.

2. 7Mind – von Krankenkassen gefördert

Die beliebtesten Meditationsapps im Langzeittest: 7Mind

Sprachen: Deutsch

7Mind gilt als die beliebteste Meditationsapp auf dem deutschen Markt. Und endlich haben Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse mal einen Vorteil gegenüber Privatversicherten: Denn viele Kassen übernehmen bis zu 100 Prozent der Kosten für dein Abo. Checke hier, wie viel deine Kasse übernimmt. Darüber hinaus gibt es viele Sonderprogramme für Studierende und Unternehmen.

Kosten: Einige wenige Meditationen sind umsonst, etwa ein Initial-Kurs sowie nicht geführte Naturmeditationen mit Gong. Für 11,99 Euro kannst du alle Angebote einen Monat lang testen. Danach zahlst du monatlich 4,99 Euro (für ein Jahr 59,88 Euro). Oder 7mind ist auf ewig dein mit dem All-Time-Free-Pass für 149 Euro. Erkundige dich sicherheitshalber nochmal bei deiner Krankenkasse, was sie beisteuert.

Bedienung: Das Design ist übersichtlich und macht einen hochwertigen und durchdachten Eindruck. Man gewinnt schnell eine Übersicht aller Angebote. Die Bedienung ist einfach und intuitiv.

Dauer: Die Dauer der geführten Meditationen schwankt zwischen drei und 15 Minuten – das erkennt man leider vorher nicht eindeutig. Bei der individuellen Meditation kann man aber die Länge sowie die Anzahl der Gongs selbst bestimmen.

Stimme: Du kannst zwischen einer männlichen und einer weiblichen Stimme wählen. Beide sind klar und sanft, der männlichen Sprecher klang für uns wie ein angenehmer Märchenonkel. Winziger Kritikpunkt: Manchmal wären etwas längere Sprechpausen schön, um den reichhaltigen Inhalten noch besser zu folgen und sich tiefer fallen lassen zu können.

Diese App ist für dich, wenn:

  • du Geld sparen und dich gleichzeitig auf ein hochwertiges Produkt verlassen möchtest.
  • du es stiller magst und zu den geführten Meditationen ausnahmsweise mal keine sanft-säuselnden Hintergrundklänge brauchst.
  • du optimal in die Grundlagen der Meditation zu Themen wie Gesundheit, Stress, Schlaf, Glück, Potenziale und Co. eingeführt werden willst. Seit November 2020 gibt es die Rubrik 7Mind Kids & Schule mit Meditationen speziell für Acht- bis Zwölfjährige. Die 7Mind-App ist übrigens zum Liebling in unserem Team geworden. 

3. Headspace – von Mönch zu Mensch

Die beliebtesten Meditationsapps im Langzeittest

Sprachen: Englisch, Deutsch

Hier weiß jemand, wovon er spricht: Andy Puddicombe, die englische Stimme und der Erfinder der App, hat tatsächlich zehn Jahre lang als buddhistischer Mönch gelebt, unter anderem im Himalaya. 

Kosten: Eine simple Rechnung: Du bist entweder für zwölf Euro monatlich oder für 60 Euro ein ganzes Jahr lang dabei. 

Bedienung: Headspace hat ebenfalls ein schönes und schlichtes Design. Vor kurzem ist das Angebot übrigens sehr viel übersichtlicher geworden. Die Bibliothek ist nach Kursen und Singles und thematisch von A bis Z aufgeteilt. Die Schlafmeditationen haben ihre eigene Bibliothek. 

Dauer: Für die ganz hektischen Tage gibt es einminütige „Notfall-Medis”, sonst sind die Sessions drei, fünf, zehn, 15 oder 20 Minuten lang. Auch hier gibt es halbgeführte Meditationen, bei denen du die Zeit einstellen kannst.

Stimme: Andy Puddicombes Stimme klingt genütlich und auch ein bisschen witzig, weil ein wenig nasal. Bei den Schlafmeditationen kannst du wählen, ob du dich von einer männlichen oder einer weiblichen Stimme ins Land der Träume wiegen lässt. In der deutschen Version findest du verschiedene Sprecher, die ebenfalls liebenswürdig und weich klingen. Das Erzähltempo ist gut und lässt genügend Pausen.   

Diese App ist für dich, wenn:

  • du Meditation lernen willst, wie sie in buddhistischen Klöstern gelehrt wird
  • du zu vielen, sehr konkreten Themen wie Stress, Ängsten oder Einsamkeit meditieren möchtest. Headspace ist perfekt für die gezielte Themensuche. Es gibt Kurse zu Angststörungen, Beziehungen, Selbstbewusstsein, Motivation, fokussiert arbeiten, sogar zu Sport.
  • du „Sleepcasts” magst, die beim Einschlafen helfen. Unser Favorit: Die Indigo-Galerie – eine Museumsausstellung, in der alles beruhigend blau ist.

4. The Mindfulness App – Tummelplatz für Erleuchtete

Die beliebtesten Meditationsapps im Langzeittest: The Mindfullness App

Sprachen: Englisch (überwiegt deutlich), Deutsch, Japanisch, Spanisch, Französisch, Norwegisch, Chinesisch, Italienisch, Schwedisch, Finnisch, Dänisch, Holländisch 

Die App ist eine Plattform, auf der ganz verschiedene Erleuchtete aus aller Welt ihre selbst entworfenen Meditationen anbieten.

Kosten: Die innere Einkehr kostet hier 48 Euro im Jahr. 

Bedienung: Der Ladebildschirm lädt dich erstmal dazu ein, einen tiefen Atemzug zu nehmen … :-) Die App ist gut zu bedienen und hat ein paar Gimmicks wie einstellbares Flussrauschen oder selbst gesetzte Gongs. 

Dauer: Meist zwischen 8 oder 12 Minuten. Für einige Bodyscans (eine Achtskamkeitsübung, bei der du dich in deinen Körper hineinfühlst und ihn von oben bis unten „abscannst”) kannst du satte 45 Minuten einplanen.

Stimme: Es gibt ganz verschiedene Stimmen. Sie sind meistens männlich und haben teilweise Akzent, da fühlten wir uns gleich wieder wie auf dem Backpacker-Trip durch Indien.

Diese App ist für dich, wenn:

  • du auf klassische Themen setzt, viele verschiedene Einflüsse ausprobieren und selbst Meditationen veröffentlichen willst. 
  • du nicht zwingend auf deutschen Angebote setzt, denn diese sind schnell erschöpft, wenn du jeden Tag meditierst. Die englische Auswahl ist größer.
  • du eher eine Plattform für verschiedene „Meditations-Gurus” suchst.

5. Balloon – der leichte, stille Einstieg

Die beliebtesten Meditationsapps im Langzeittest: Balloon

Sprache: Deutsch

Falls du den Ballon steigen lassen willst und die App abonnierst, bekommst du gratis ein Abo des Achtsamkeits-Podcasts „Verstehen, fühlen, glücklich sein” des Meditationsforschers Dr. Boris Bornemann und der Chefredakteurin der Zeitschrift Flow, Sinja Schütte, dazu.

Kosten: Es gibt drei Zugangsmodelle zur Auswahl: ein Monatsabo (11,90 Euro), das Jahres-Abo (79,90 Euro) oder ohne Zeitlimit (einmalig 199,99 Euro) 

Bedienung: Die Navigation könnte mit einer klareren Übersicht aller verfügbaren Meditationen sicher noch übersichtlicher gestaltet werden. Es gibt jedoch eine recht praktische Filterfunktion.

Dauer: Durchschnittlich zwölf bis 15 Minuten. Die kürzeste Einheit („Stressbremse Mini”) dauert zwei Minuten, die längste („MBSR Sitzmeditation”) 41 Minuten. 

Stimme: Dr. Boris Bornemann spricht selbst, in einigen Einheiten gibt es auch eine Frauenstimme. Sprechtempo und Tonlage sind sympathisch und wohltuend. Hier und da könnten die Pausen zwischen dem Gesprochenen etwas länger sein, um bei der inneren Ruhe nicht hetzen zu müssen.

Diese App ist für dich, wenn:

  • du einen leichten, verspielten Einstieg in die Meditation suchst und nicht auf Hintergrundmusik stehst. Zum Einstieg empfehlen wir den „Superkurs”, der 96 Einheiten enthält und in sämtliche Themengebiete einführt: Von Achtsamkeits-Grundlagen, Stress, Metta-Meditation und Freiheit bis hin zu Gedanken, Gefühlen, Gelassenheit und Selbstfürsorge. 
  • du Visualisierungen magst. Wir mochten z. B. die Einladung, sich vorzustellen, wir wären ein Berg, um innere Stärke wiederzufinden
  • du ein Logbuch brauchst, um am Ball(oon) zu bleiben.

 

6. Ten Percent Happier – trennt Übung und Wissen

Die beliebtesten Meditationsapps im Langzeittest: Ten Percent Happier

Sprache: Englisch

Diese Meditationsapp wurde vom Journalisten Dan Harris kreiert, der den Bestseller „10% Happier” veröffentlicht sowie einen gleichnamigen Podcast ins Leben gerufen hat. 

Kosten: Diese App gibt es nur im Jahres-Abo für 109,99 Euro. Es gibt eine kostenlose siebentägige Testversion. Wenn du nicht rechtzeitig kündigst, hast du automatisch das Jahres-Abo. Einige Grundlagen-Funktionen sind frei zugänglich. Wenn du nur die kostenlosen Inhalte testest, erhältst du gefühlt jeden zweiten Tag eine E-Mail, die dich überreden will, das Jahresabo zum reduzierten Preis zu kaufen. 

Bedienung: Die Benutzeroberfläche könnte minimalistischer und intuitiver aufgebaut sein. Wenn man in die einzelnen Kategorien klickt (z.B. Courses, Singles, Sleep, Talks, Profile), kann einen die Vielfalt an Angeboten und Funktionalitäten zunächst leicht erschlagen. 

Dauer: Meditationen dauern zwischen fünf bis 30 Minuten. 

Stimme: Hier sind verschiedene Sprecher*innen am Werk. Stimmlage und Sprechtempo variieren dabei stark. Oftmals klingen die Meditationseinheiten jedoch abgelesen, und ein leichtes Hintergrundrauschen ist zu hören.  

Diese App ist für dich, wenn:

  • du an vielen Hintergrundinformationen rund um das Thema Meditation interessiert bist.
  • du die wissenschaftlichen Hintergründe und die Meditationen getrennt kennenlernen möchtest. Während andere Apps beides oft vermischen, gibt es bei Ten Percent Happier für jede Einheit zwei separate Kategorien: „Learn” und „Meditate”.
  • du auf ungewöhnlich viele Videoinhalte und Experteninterviews stehst. Tipp: Zurzeit gibt es eine frei verfügbare eine Rubrik zum Thema „Coronavirus Sanity”.

7. Meditopia – vereint Übung und Wissen

Die beliebtesten Meditationsapps im Langzeittest: Meditopia

Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Chinesisch, Koreanisch, Portugisisch, Russisch, Türkisch

Die App kommt aus Istanbul, die Entwickler haben aber auch eine Zweigstelle in Berlin eröffnet und wollen nun den deutschen Markt erobern. 

Kosten: Nach einem kostenlosen Probemonat (in dem du rechtzeitig kündigen musst) zahlst du automatisch 7,99 Euro im Monat oder 58,- Euro fürs Jahr.

Bedienung: Die deutsche Fassung wird gerade noch entwickelt, trotzdem gibt es bereits viele Optionen. Die App bietet zu neun Themen wie „Erste Schritte”, „Ängste”, „Atem”, „Dankbarkeit” oder „Schlaf schön” je eine Serie von sieben Meditationen. Wenn du dich mal nicht entscheiden kannst, klickst du einfach dein tagesaktuelles Gefühl an. Dann schlägt dir die App die passende Mediation vor.

Dauer: Die Meditationen dauern zwischen sieben und 15 Minuten. Zusätzlich gibt es auch verschiedene Klangteppiche, mit denen du dir kuschelige Gedanken-Wohnzimmer in jeder Zeitlänge einrichten kannst.

Stimme: Die deutsche Frauenstimme, die sich als Martina vorstelle, ist im Sommer 2020 komplett durch eine neue, diesmal namenlose Stimme ersetzt worden. Die Wege von Meditopia sind unergründlich … 

Diese App ist für dich, wenn:

  • du sehr ausführliche Erklärungen in deinen Meditationen magst, was du gerade tust und warum.
  • du mit viel Lob motiviert werden möchtest, um fleißig weiter zu meditieren.
  • du täglich kleine Weisheiten als Pop-Up aufs Smartphone möchtest. Unser Lieblingsspruch bisher: „Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, ist es vielleicht kein Problem, sondern eine anzunehmende Wahrheit.”


8. Meditation des Tages – die Minimalistische

Die beliebtesten Meditationsapps im Langzeittest: Meditopia

Sprache: Deutsch

Diese App stammt von einem einzelnen Entwickler namens Nils Klippstein. In einem kleinen Verlag entwirft er mit drei Mitarbeiter*innen sogenannte Fantasiereisen. Klippstein erklärte auf seiner Webseite: Wenn mehr Nutzer*innen die Vollversion kaufen, entwickelt er auch mehr Inhalte.

Kosten: Sie ist für genau zwölf aufeinander folgende Meditationen und zwei Musiktitel kostenlos. Die Vollversion für den schmalen Taler von einmalig 6,99 Euro enthält 64 weitere Meditationen und vier neue Musiktitel.

Bedienung: Sie ist sehr einfach und übersichtlich gestaltet. Einmal installiert, kannst du auf „Ich will meditieren” klicken, stellst die Zeit und die Anzahl der Gongs ein und los geht’s. 

Dauer: Länger als 120 Minuten kannst du die stille Meditation nicht einstellen ;-)

Stimme: Die sanfte Männerstimme gibt einen kurzen Denkanstoß. An Tag sieben zum Beispiel schickt sie dich auf eine Erinnerungsreise in deine Kindheit. Danach ist Ruhe. So lange, bis die Gongs ertönen, die du eingestellt hast. 

Diese App ist für dich, wenn:

  • du schon sehr fortgeschritten meditierst. 
  • du ein echter Minimalist bist, weil die Meditationen wirklich abgespeckt sind. Sie geben nur Anstöße und lassen dich danach mit deinen Gedanken allein.
  • du sehr frei sein möchtest. Länger als 120 Minuten lässt sich die stille Meditation wirklich nicht einstellen ;-) Mittlerweile gibt es einen Nachfolger mit dem Titel Geführte Meditation. Sie kostet einmalig 9,49 Euro. Hier ist eine Mediation zirka zehn Minuten lang.

9. BamBu – die solide Gigantin

Die beliebtesten Meditationsapps im Langzeittest: BamBu

Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch (das größte Angebot), Spanisch, Italienisch

BamBu ist nach eigenen Angaben einer der größten europäischen Meditations-App mit mehr als sechs Millionen Nutzer*innen. Und auch eine der ältesten: Es gibt sie bereits seit 2015. Lass dich nicht verwirren: Im Google-Store heißt die App Petit BamBou, in den Bestätigungsmails dann nur noch BamBu.

Kosten: Die ersten acht Sitzungen (à zehn Minuten) sind kostenlos. Du hast auch freien Zugriff auf „Free Meditations”, bei denen du Dauer, Hintergrundmusik und Gong einstellen kannst. Willst du mehr, musst du ein Abo abschließen (8,99 Euro pro Monat, 29,99 Euro für sechs Monate). 

Bedienung: Das Logo mit dem gelassen grinsenden Zen-Mönch begleitet dich überall. Die App ist leicht zu bedienen und spielt mit bunten Icons und Symbolen.

Dauer: Die Mediation selbst dauert zehn Minuten. Vorher gibt es ein Video mit einer Message, z. B. unsere Gedanken sind wie Seifenblasen, ein Wasserfall, ein See usw. – eine echte Herausforderung, wenn du vor der Meditation sehr viel Tee getrunken hast ;-). Es gibt auch noch eine Einleitung und einen Schlussteil, weshalb du mindestens 15 Minuten Einkehr einplanen solltest.

Stimme: Die an und für sich wohltuende Frauenstimme vermittelt wieder einmal sehr reichliche Inhalte, vor allem vor und nach der Meditation.

Diese App ist für dich, wenn:

  • du eine grundsolide App suchst. BamBu bietet übrigens auch schöne Erklärvideos. 
  • du sehr viele Inhalte zu Themen wie Schlaf, Fortschritt, Geist, Körper, Erziehung und Ausbildung, Arbeit und Alltag suchst.
  • du eher auf kürzere Meditationen stehst.

10. My Life – die Hochgelobte

Die beliebtesten Meditationsapps im Langzeittest: My Life

Sprachen: Englisch, Spanisch

My Life hieß früher einmal Stop.Breathe.Think. 2020 wurde sie von Apple zur App des Tages gewählt. Schon 2017 gab es den Webby People’s Voice Award für die beste Health App, einen der wichtigsten Preise für Qualität im Netz. My Life bietet übrigens auch tägliche Meditationen für Kinder. 

Kosten: Monatlich 10,99 Euro, beim Jahresabo halbiert sich der monatliche Preis. Für einmalig 264,99 Euro hast du die App für immer.

Bedienung: Zuerst fanden wir die Bedienung etwas kompliziert. Unten in der App findest du vier Reiter, einer davon ist das Check-In, bei dem du erstmals sagen musst, wie es dir mental geht (connected, anxious, sleepy, neutral etc.). Die App sucht dann die passenden „Best Activities”. Nach dem Meditieren fragt dich die App wieder, wie es dir geht.

Dauer: Die Spanne reicht von drei bis 20 Minuten

Stimme: In der englischen Fassung von My Life hast du die Wahl zwischen Männer- oder Frauenstimme. 

Diese App ist für dich, wenn:

  • du eine wirklich sehr große Angebotspalette an Meditationen suchst sie reicht von „Calm”, „Coronavirus Anxiety”, „Get Started”, „One Minute” bis „Find your Focus”. Unter „Progress” wird registriert, wie oft und wie lange du meditiert hast und was deine „Top Emotions” sind.
  • du zum Beispiel Meditationen für Kinder suchst.
  • du witzige, aber auch sehr amerikanisch klingende Storys magst.

Fazit

Wir im UrBestSelf-Team sind solche Mediationsapp-Fans geworden, dass wir gleich in mehreren Fällen Abos für ein ganzes Jahr abgeschlossen haben. Wir möchten die sanften, jederzeit verfügbaren Stimmen aus dem Off jedenfalls nicht mehr missen. Und endlich hat jeder von uns mindestens eine App auf dem Handy, die uns ausnahmsweise mal nicht Konzentration, Aufmerksamkeit und Gelassenheit entzieht, sondern sie zurückgibt. Teile mit uns gern deine Erfahrungen mit Meditationsapps in den Kommentaren. Welche nutzt du und warum?

Wenn du gerade schon dabei bist, dein Handy zu einer Quelle der Achtsamkeit umzugestalten, dann sind vielleicht diese Achtsamkeits-Podcasts genau das richtige für dich. 

 

Dieser Beitrag stammt von Daniel Dzienian, Ex-Journalist und Wort-Jongleur. Statt unter Zeitdruck als Reporter bei einer Tageszeitung, schreibt er jetzt mit Hochdruck über Gelassenheit.

6 Kommentare

Vielen Dank für den tollen Überblick.
Ich nutze BamBu und möchte gern ergänzen, dass es hier Sitzungen mit bis zu 50 Minuten Meditationen gibt.
Liebe Grüße
Julia

Julia 13 Januar, 2021

Vielen Dank für den tollen Review. Das hilft sehr bei der Entscheidung. Ganz besonders hilfreich der Tipp zur Erstattung durch die Krankenkassen bei der 7Mind-App. Eine App, die ich vermisst habe, ist die von Deepak Chopra, die mit 49,99$/Jahr relativ kostengünstig ist. Da würde mich auch Eure Meinung interessieren. Bei Deepak Chopra gibt es übrigens regelmäßig kostenlos Meditationen über 21 Tage, so dass man erst einmal ganz unverbindliche und ohne Kosten testen kann.

Petra 11 Januar, 2021

Tolle Übersicht! Danke für die Arbeit, die ihr euch da gemacht habt, ich wollte tatsächlich 2 Abos zu Weihnachten verschenken und ihr habt mir sehr bei meiner Wahl geholfen!

Eine Idee, von der bestimmt viele eurer Leser profitieren würden: Vlt könnt ihr auch mal so einen Test für die besten Apps für Organisation, Konzentration & Produktivität machen, da gibt es hunderte, aber nur sehr wenig Transperenz über Unterschiede. Auch wenn ihr darauf keine Lust habt, danke noch mal für diesen Test :)

LG, Antonia

Antonia W. 19 Dezember, 2020

Dicken Dank an das UrBestSelf-Team. Ich nutze zur Zeit den “Insight Timer”. Die App wurde mir von einer Ärtzin empfohlen, da sie diese ebenfalls installiert hatte. Ich würde dazu auch gerne Eure Meinung hören. Ich freue mich jede Woche auf Euren Newsletter und bin Dankbar das ich Euch gefunden habe.

Sandra 19 Dezember, 2020

Toll dass Ihr die alle getestet habt und teilt. Ich habe gerade die Meditationsapp Empfehlungen gelesen und vermisse doch stark den Insight Timer. Warum hat diese App es nicht in Eure Liste geschafft? Ich kann sie sehr empfehlen. Liebe Grüße und ansonsten vielen Lieben Dank fürs Testen und der Weitergabe eurer Eindrücke. Bitte weiter so.

JuHo 17 Dezember, 2020

Vielen lieben Dank Daniel und an das ganze Team für diese Übersicht und die damit verbundene Arbeit.
Er kommt wie gerufen, da ich überlege in eine App zu investieren. Der Hinweis mit der Krankenkasse wird wohl den Ausschlag geben.
Ich bin ein großer Fan der Kurse von Deepak Chopra. Kennt Ihr die auch? Wenn ja, würde mich Euer Urteil interessieren und welche der Apps diesen am ehesten nahe kommt. Vielen lieben Dank im Voraus, Euer Marcus

Marcus 17 Dezember, 2020

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